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Der europäische Biber.

Kaum ein anderes heimisches Säugetier ist so präzise auf das Leben zwischen Wasser und Ufer gebaut.

135 cm Körperlänge mit Schwanz
30 kg Maximales Gewicht
20 Jahre Lebenserwartung im Idealraum

Castor
fiber

Semiaquatischer Landschaftsarchitekt und groesstes europaeisches Nagetier.

Der Biber gilt als Meister der Anpassung: Kaum ein anderes heimisches Säugetier ist so präzise auf das Leben zwischen Wasser und Ufer eingestellt. Lange wurde sein ökologischer Wert unterschätzt, zeitweise wurde er in Europa sogar fast ausgerottet. Heute kehrt der Castor fiber Schritt für Schritt in viele Regionen zurück.

Neben dem Kanadischen Biber (Castor canadensis) ist er einer von nur zwei rezenten Biberarten weltweit. Beide leben semiaquatisch, gestalten Gewässer aktiv mit und ernähren sich rein pflanzlich. Seine markanten Zähne, die Kelle und die spezialisierten Pfoten machen den europäischen Biber zu einem Schlüsseltier im Ökosystem.

Drei Merkmale, die den Biber ausmachen

Die Bildmarken verweisen direkt auf die drei Steckbrief-Elemente darunter. So bleibt der Aufbau ruhig, aber die Zuordnung ist sofort verständlich.

Biberzeichnung mit markierten Bereichen für Zähne, Pfoten und Kelle 01 Zähne 02 Pfoten 03 Kelle

Körperteile mit klarer Funktion

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Die Zähne

Die Schneidezähne des Bibers sind durch Eisenverbindungen orange-gelb gefärbt. Sie wachsen ein Leben lang und nutzen sich selbstschärfend ab. Diese extremen Werkzeuge ermöglichen es dem Biber, in nur 15 Minuten einen Baum mit 10 cm Durchmesser zu fällen.

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Die Pfoten

Wie der Mensch hat auch der Biber fünf Finger und fünf Zehen. Besonderheit: Die Hinterpfoten sind mit Schwimmhäuten ausgestattet für schnelle Bewegung im Wasser. Die Vorderpfoten sind ohne Schwimmhäute und dienen als präzise Greifwerkzeuge. Eine Zehe trägt eine Putzkralle für die Fellpflege.

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Die Kelle

Neben den Zähnen macht auch der einzigartige Schwanz den Biber zu einem Unikat der Tierwelt. Die Kelle ist ein Universalwerkzeug: Stütze beim Nagen, Ruder im Wasser, Fettreserve im Winter und Warnsignal bei Gefahr. Ein lautes Klatschen auf die Wasseroberfläche alarmiert die Familie.

Der Europäische Biber in Zahlen und Eigenschaften

Die Rasteransicht fasst Größe, Lebensdauer, Fell, Sinne und besondere Anpassungen kompakt zusammen.

Bis zu 135 cm lang

Der lange stromlinienförmige Körper hilft dem Biber sich im Wasser zu bewegen. Von der Schnauze bis zum Schwanz können Biber bis zu 135 cm groß werden. Damit gilt der Biber als größtes europäisches Nagetier.

Bis zu 30 Kilogramm schwer

Durch die zahlreichen Fettreserven kann ein ausgewachsener Biber bis zu 30 Kilogramm schwer werden. Im Durchschnitt jedoch beträgt das Gewicht nur rund 25 Kilogramm.

Bis zu 20 Jahre alt

In einem optimalen Lebensraum ist es dem Biber möglich bis zu 20 Jahre alt zu werden. Jedoch liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei nur circa 10 Jahren.

Geschlecht nicht direkt sichtbar

Auf den ersten Blick lassen sich weibliche und männliche Biber nicht unterscheiden. Nur durch das Feststellen der Geschlechtsorgane oder ethologischer Merkmale ist es möglich das Geschlecht zu bestimmen.

Weiches, dichtes Fell

Eine der vielen Besonderheiten des Bibers ist sein Fell. Dieses sehr weiche, fettige, dichte und braune Fell hält den Biber trocken und warm. Es wachsen im Durchschnitt 23.000 Haare pro cm² auf der Haut des Bibers.

Der Schwimmer und Taucher

Wenn der Biber eins gut kann, dann ist es schwimmen. Der Biber ist optimal für das Schwimmen und Tauchen ausgestattet. Neben dem Fell ist auch der Schwanz und die Pfoten von wichtiger Bedeutung.

Guter Riecher und Hörer

Untypisch für einen Taucher hat der Biber eine besonders ausgebildete Nase und ein gutes Gehör. Das hilft ihm sich zu orientieren, da der Biber kurzsichtig und farbenblind ist.

Analdrüsen zum Einfetten

Mit der Hilfe von zwei Analdrüsen ist es dem Biber möglich sein Fell einzufetten, um es wasserabweisend zu machen. Dies ermöglicht dem Biber ein schnelleres Fortbewegen im Wasser.